Katholische Kirche in der Steiermark

Arbeitskreis Eine Welt

Arbeitskreis "EINE WELT"

Den Arbeitskreis "EINE WELT" gibt es in der Pfarre Graz-SALVATOR schon über 20 Jahre. Zur Zeit arbeiten mehr als 20 Personen in diesem Arbeitskreis mit dem Ziel, einer lebenswerten, friedlichen und gerechten Welt für alle Menschen ein Stück näher zu kommen. So wurden im Laufe der Jahre sinnvolle Projekte in benachteiligten Gebieten unserer Welt wie etwa in Asien, Afrika und Lateinamerika gefördert.
Die Mittel für solche Projektförderungen stammen einerseits aus Spenden und Selbsbesteuerungen sowie andererseits aus den Spenden der Pfarrgemeinde beim Pfarrcafé, das der Arbeitskreis Sonntag für Sonntag betreibt. Beim Pfarrcafé werden auch fair gehandelte Waren aus dem Weltladen zum Verkauf angeboten und man kann sich über das jeweils aktuelle Förderprojekt informieren.

Seit 2003 fördert der Arbeitskreis "EINE WELT" der Pfarre Graz-SALVATOR einen konkreten Teil der "Fazendinha" - einer Zufluchtsstätte für Straßenkinder in Jacobina (Bahia, Brasilien). Diese ist auf Initiative des aus Oberösterreich stammenden Zisterzienserpaters Josef Hehenberger (Pater José) entstanden, der auch immer wieder zu uns in die Pfarre kommt und darüber berichtet, wenn er auf Besuch in Österreich ist (das nächste Mal wird er am Christkönig-Wochenende 2007 zu uns kommen, weil er anläßlich der Verleihung des Romero-Preises an ihn nach Österreich kommt).- Unsere Förderung für die "Fazendinha" umfasst derzeit das tägliche Mittagessen für rund 250 Kinder (jährlich sind somit insgesamt 4000.- € aufzubringen).

Für Fragen und Anregungen oder wenn jemand Interesse hat mitzuarbeiten stehen wir beim Pfarrcafé gerne zur Verfügung; telefonisch können Sie uns unter 0316/326014 erreichen.

Christian Troger

Besuch P. José Hehenberger (Romeropreisträger KMB 2007) in Graz-Salvator,
24. und 25. November 2007

Am Samstag, 24. November hält P. Josef Hehenberger zusammen mit seinen Mitarbeiterinnen Schwester Cléa, Cristiane und Edvania einen Vortrag zum Thema: "Brasilien, Land zum Leben?" Circa 70 Interessierte sind gekommen.
Zu Beginn des Vortrages erzählt P. José über Brasilien, ein reiches Land, in dem aber einige Familien den Großteil des Ackerlandes besitzen, sodass es die dringliche Aufgabe ist, den Landlosen zu Land zu verhelfen (Landarbeiterpastoral). Ebenso dringlich ist es, die Kinder von der Straße zu holen. José josevan de Jesus, ein Straßenkind, fragte P. José: "Warum gründest Du nicht ein Haus, in dem wir in Frieden leben können?"- Durch einen kurzen Film über das Kloster in Jequitiba lernen wir einen weiteren Lebensbereich von P. José kennen. Die oft gefährliche Arbeit von P. José zeigt uns ein Film von ORF Oberösterreich.
Anschließend berichtet Cristiane über ihre Arbeit im Casa de Repouso, einem Zentrum für Gesundheitsvorsorge für die Armen, das mit alternativen Heilmethoden arbeitet. Cristiane erzählt uns auch über ihre Arbeit mit der schwarzen Bevölkerung, deren Selbstbewusstsein erst geweckt werden muss.
Schwester Cléa beginnt ihren Bericht mit einem gemeinsamen Lied. Sie arbeitet vorwiegend in der Straßenkinderpastoral in der Casa Rebecca, benannt nach einem an Hunger verstorbenen Kind. Alle Kinder besuchen die öffentliche Schule und verbringen ihre Freizeit im Casa Rebecca, wo sie auch die wunderschönen Geschirrtücher malen, die Sr. Cléa mitgebracht hat. Danach begeistern uns Cristiane und Edvania mit einem brasilianischen Tanz, mit Elementen der Capoira. Durch Tanz bauen die Kinder ihre Aggressionen ab und lernen Selbstbewusstsein.
Anschließend lädt Peter Feldhofer noch zur persönlichen Begegnung mit den Vortragenden und einer kleinen Agape sowie zur Möglichkeit, die bemalten Tücher der Kinder zu kaufen.

Sonntag, 25. November 2007
Gemeinsam mit P. José und seinen Mitarbeiterinnen feiern wir um 9h Hl. Messe. Das Altartuch zeigt uns gemalte Tücher der Kinder der Fazendinha. In seiner Predigt fordert P. José mit Vehemenz bewusst die Verantwortung des Einzelnen für den persönlichen Lebensstil und auch die Verpflichtung, mit den Armen zu teilen, wenn wir Jesus und die Bibel ernst nehmen wollen.
Nach dem Pfarrcafé gibt es für die Mitglieder des AK Eine Welt noch die Möglichkeit der Begegnung mit unseren Gästen aus Brasilien beim Mittagessen. Wir erleben einen begeisternden, tanzenden und singenden P. José, der uns leider viel zu früh wieder in Richtung Klagenfurt verlassen muss.

Am 30.11.2007 wurde Pater José Hehenberger mit dem ROMERO-Preis der KMB ausgezeichnet