Guatemalakreis
Guatemala ist ein besonderes Land für uns. Und zwar aus einem ganz bestimmten Grund. In Sa. Elena/Peten, im Norden des Landes gibt es ein Haus von Dominikanischen Schwestern, die seit der Zeit des Bürgerkriegs - der 36 Jahre dauerte - Kinder bei sich aufnahmen. Sie boten diesen Mädchen (Mädchen und Frauen sind in vieler Hinsicht benachteiligt) ein Zuhause und Bildung bzw. später dann auch Arbeit.
Es ist nun bereits über 20 Jahre her, dass wir den Kontakt durch Briefe und Besuche nach Guatemala halten. Hier in unserem Land versuchen wir Informationen über die uns fremde Kultur weiterzugeben und das Bewusstsein für einige der Probleme zu sensibilisieren.
Vieles hat sich in dieser langen Zeit geändert: aus den Waisenmädchen wurden Frauen, die Berufe gelernt, Familien gegründet haben, in Ordensgemeinschaften eingetreten sind... Die jetzigen kleinen/jungen Bewohnerinnen sind großteils keine Waisen, stammen aber aus tristesten sozialen Verhältnissen und haben auch das Recht auf einen sicheren Start für ihr Leben.
Die Schwesterngemeinschaft hat sich verändert; es gibt jungen, „einheimischen“ Nachwuchs, der dieses Projekt tatkräftig mitgestaltet.
Auch wir Mitglieder des Guatemalakreises der Pfarre sind älter geworden, das heißt, wir müssen immer wieder neu überlegen: Wie könnte unser Beitrag für das Projekt in Guatemala ausschauen? Welche Aktionen zur Unterstützung sollen wir starten?
Es braucht natürlich finanzielle Unterstützung, denn Sozialprojekte dieser Art können sich nicht selbst erhalten. Aber es geht auch wesentlich um Solidarität mit Menschen, die gleiche Rechte, aber weniger Chancen haben als wir. Und es geht um uns selber, um unser Interesse, unsere Offenheit, unsere Bereitschaft „über unseren Zaun zu schauen“, Ideen zu entwickeln und uns über „Fremdes“ zu freuen!
Wenn Sie uns unterstützen wollen oder gute Ideen haben, bitten wir Sie sehr herzlich darum!
Für den Guatemalakreis
Ingrid Staubmann
20-jähriges Jubiläum des Guatemalakreises im Oktober 2005
Guatemaltekische Mädchen in Peten




