Katholische Kirche in der Steiermark

Mag. Markus Madl

Pfarrer

Kontaktinformation:

Telefon (0316) 68 31 90-22
Mobil 0676/8742 6627
E-Mail m.madl@bischgym.at

Achtung, ich komme mit dem Rollstuhl!
Die Nachricht kam überraschend: Wir haben einen neuen Pfarrer. Mag. Markus Madl hat ab 1. September unsere Pfarre übernommen. Er ist am 10. 2. 1971 in Hartberg geboren, ging in Neudau zur Volks- und Hauptschule. Das Aufbaugymnasium besuchte er in Horn. Er wurde am 28. 6. 1998 zum Priester geweiht. Nach einem Autounfall ist er querschnittgelähmt und unterrichtet seit 2001 im Bischöflichen Gymnasium. Hier das erste Interview mit dem Pfarrblatt:

Pfarrblatt: Wie kam es zum Autounfall?

Madl: Nach zwei wunderschönen Kaplansjahren hatte ich am 13.7.2000 auf dem Weg von meinem Pfarrverband in Bad Radkersburg zu meinen Eltern in Wörth an der Lafnitz einen Verkehrsunfall. Ich war alleine im Auto und es war Gott sei Dank sonst niemand daran beteiligt. Mein sechster Halswirbel ist dabei zersplittert und so bin ich jetzt inkomplett querschnittgelähmt.

Sie sind also schon sieben Jahre lang im Rollstuhl. Wie geht es Ihnen damit?

Manchmal liest man in den Medien, dass jemand nach einem Unfall an den „Rollstuhl gefesselt“ ist. So habe ich das nie empfunden. Ich musste viel Zeit in der Intensivstation verbringen, weil meine Verletzung gefährliche Komplikationen mit sich brachten. Durch viele Wochen hindurch war nicht daran zu denken auch nur ein paar Sekunden lang aufrecht zu sitzen. Da habe ich alle beneidet, die schon genügend Kraft hatten einige Minuten im Rollstuhl zu verbringen. Auch wenn es immer eine Last ist, nicht gehen zu können, bleibt das selbstständige Rollstuhlfahren für mich ein Geschenk. Es gibt ja so viele, die nach einer Krankheit, einem Unfall oder im Alter das Bett nur mehr selten verlassen können.

Sie waren in den letzten Jahren als Seelsorger und Lehrer im Bischöflichen Seminar und Gymnasium tätig. Wie kommt es, dass Sie sich entschlossen haben, Pfarrer zu werden?

Von Schule und Seminar spreche ich mit viel Stolz, weil ich selber miterleben darf, welches religiöse Potenzial in unseren Burschen und Mädchen steckt und wie es sich entwickeln kann, wenn wir ihnen gerade in dieser Hinsicht die nötige Aufmerksamkeit schenken. Da habe ich bis jetzt viel dazugelernt und ich werde auch in Zukunft davon profitieren. Im Blick auf das Ganze meines Lebens und meiner Berufung