Mausoleum & Katharinenkirche
Im Bereich des Domes steht eine zweiter Sakralbau, der aus zwei verschiedene Gebäude verbunden wurde: die der hl. Katharina geweihte Kirche und der daran im Süden anschließende ovale Zentralbau, das eigentliche Mausoleum, das an der Stelle des alten, romanischen Karners errichtet wurde. Aus der Enge der Gegebenheiten erwächst dieser besondere Komplex. Im Osten um die Apsis entsteht eine umschließende Schalung um die Sakristei und die Mesnerwohnung, die durch einen schlanken Turm bekrönt wird.Erzherzog Ferdinand beschloß, sich auf dem Areal des ehemaligen Friedhofs eine Beerdigungsstätte zu erbauen. Die Entwürfe zu den Gewölben werden Johann Bernhard Fischer von Erlach zugeschrieben, wie auch der Hochaltar der Katharinenkirche.
Im Mausoleum ist auch das Hl. Grab, das Veit Königer zugeschireben wird aufgestellt, es steht aber erst seit 1967 im rechten Querhaus. Es ist ein Hauptwerk dieses spätbarocken Bildhauers (1768/69) und zeigt ein Schaugerüst, an dessen Seiten die Figuren Moses, David, Isaias, Jonas, Jeremias und Daniel zu sehen sind. Im Inneren dieses Gerüstes sieht man den Leichnam Christi.
Das Mausoleum Kaiser Ferdinands II.An den südlichen Querarm der Katharinenkirche schließt sich die Grabkapelle an, die Kuppel überspannt die gesamte Grabkapelle. Auch die Stuckdekorationen an der Kuppel sollen von Johann Bernhard Fischer von Erlach entworfen worden sein. Am Kuppelkranz werden die Tugenden und Taten Kaiser Ferdinands II. dargestellt. Vor allem wird er als Gegenreformator dargestellt mit dem Papst vor dem Kreuz knieend. 1960 wurde diese Grapkapelle zur Grabstätte der Bischöfe von Graz-Seckau umgebaut und ein Altartisch aufgestellt. Der eigentliche Grabraum für den Kaiser befindet sich im Untergeschoß. An der linken Seite des Altares befindet sich das Grab des Kaisers. Er starb am 15. Februar 1637 in Wien und verfügt testamentarisch, daß er in dieser Kaisergruft in Graz beigesetzt wurde. Der aus rotem Marmor geschaffene Sarkophag stammt aus dem Klarissinnenkloster im Paradeis, und zeigt die liegenden Figuren Erzherzog Karls II. und Marias von Bayern. Heute sind die Grabnischen leer, die Gefäße mit den entsprechenden Inhalten wurden 1910 dem Münzamt übergeben.
Gekürzt nach: "Der Dom zu Graz"
Die hl. Katharina lädt wieder zum Besuch ein!
Am 12. September 2003 wurden die umfangreichen Renovierungsarbeiten an der Katharinenkirche und am Mausoleum Graz mit einem Festgottesdienst und der Segnung durch Diözesanischof Dr. Egon Kapellari abgeschlossen.
Nun steht dieses Juwel der Stadtkrone wieder den Besuchern zur Besichtigung offen. Besuchen Sie Kaiser Ferdinand II, den Katharinenaltar von Johann Bernhard Fischer von Erlach, das Hl. Grab. Sehen sie sich die großartigen Malerein in den Gewölben an. Ein Besuch lohnt sich!
Gleichzeitig weisen wir auch auf das nach langer Zeit wieder nach Graz zurückgekommene Tafelbild "Kreuzigung im Gedräng" von Conrad Laib aus dem späten 15. Jahrhundert hin. Der Künstler Conrad Laib, aus Ennslingen in Schwaben stammend, war Bürger von Salzburg und trug sich auf der Fahne mit der Jahreszahl 1457 ein. Dieses Altarwerk ist eines der bedeutendsten Altarbilder alpenländischer Kunst. Auch dieses besondere Kunstwerk lädt zur Besichtigung ein.
Öffnungszeiten: täglich 10.30 - 12.00 Uhr und 13.30 - 15.00. In diesen Zeiträumen ist auch die Friedrichskapelle (Dom) mit dem Bild von Conrand Laib besichtigbar.
Eintrittspreise:
Mausoleum (inkl. Turm)
Erwachsene 4 €
Gruppen (ab 10 Personen) 3 € (pro Person)
Senioren 3 €
Kinder/Schüler/Studierende 2 €
Schülergruppe 0,5 € (pro Schüler)
Familien mit drei Kindern 1 Kind gratis
Familien mit vier Kindern 2 Kinder gratis
Kombi-ticket: Mausoleum und Conrad Laib
Erwachsene 5 €
Gruppen (ab 10 Personen) 3,5 € (pro Person)
Senioren 3,5 €
Kinder/Schüler/Studierende 2,5 €
Schülergruppe 1 € (pro Schüler)
Familien mit drei Kindern 1 Kind gratis
Familien mit vier Kindern 2 Kinder gratis
Conrad Laib-Bild
Erwachsene 2 €
Gruppen (ab 10 Personen) 1 € (pro Person)
Senioren 1 €
Kinder/Schüler/Studierende 1 €
Schülergruppe 0,5 € (pro Schüler)
Familien mit drei Kindern 1 Kind gratis
Familien mit vier Kindern 2 Kinder gratis




