Etwa 100 n. Chr. gehörte das Land am Südostabhang des Schöckls den "Herren von der Traisen", die sich auch "Herren von ort" nannten. Durch Heirat kamen sie bald in Beziehung zu den Stubenbergern und zu den "Herren von Graz".
Aus der Ehe Dietmars von Graz, einem Verwandten der Hl. Hemma von Gurk, mit einer Orterin entsprossen zwei Söhne, nämlich Otto und Ortolf.
Ortolf trat in das Stift Admont ein. Das Stift Admont gab in der Folge u.a. zwei Huben neben der "zu erbauenden Kirche". In der Bestätigungsurkunde von 1186 erscheint die Kirche schon erbaut. Bauherr und Erbauer war ohne Zweifel Otto von Graz.
Tauf- und Begräbnisrecht können schon für das Jahr 1197 angenommen werden. Vermutet wird, daß die Errichtung der Pfarre, die um diese Zeit Pfarre Scheckl genannt wurde, bald nach der Errichtung der Diözese Seckau im Jahre 1218 erfolgte.
Die hl. Radegundis wird im Jahre 1295 als Pfarrpatronin genannt.
Der Name des Pfarrdorfes erscheint zum erstenmal in einer Urkunde vom Jahre 1403 ("das Radugundtstarff da auch der smid aufsiczt").
Von 1490 bis 1513 wurde die Pfarrkirche durch Bischof Matthias Scheidt ausgebaut und erhielt ihre jetzige Gestalt.