Das allgemeine Zeremoniale MR 1962

Inhalt:

Das Hochamt nach dem Missale Romanum 1962
Das Hochamt ohne geistliche Assistenz
Sakristei
Einzug - Asperges
Stufengebet - Introitus - Kyrie - Gloria
Oratio - Epistel - Evangelium - Predigt - Credo
Offertorium - Sanktus - Kanon
Pater - Pax - Agnus - Kommunion
Ablution - Communio - Postcommunio
Ite missa - Segen - Letztes Evangelium - Auszug

Das Hochamt nach dem Missale Romanum 1962

http://www.salve-regina.com/Liturgie/Ceremonial_general.htm
Unter der o.a. Webadresse finden die Interessierten den französischen Originaltext.
Ich bitte vorweg Übersetzungs- und Kontextfehler zu entschuldigen. Sollte die eine oder andere Korrektur notwendig sein, bitte ich Sie genauso wie für Anregungen oder Hinweise die auf der Hauptseite angeführte Emailadresse zu verwenden bzw. die Messnerin DGKS Hermine Dichtel telefonisch zu kontaktieren.
Leo Kronberger
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Das Hochamt ohne geistliche Assistenz

Die Funktion des Zeremonienmeisters MC ist wahrscheinlich für den regelrechten Ablauf eines Hochamtes nach dem Zelebranten die wichtigste. Er muss die Tätigkeiten der übrigen Assistenzen genauestens kennen. In Klammer findet man all jenes das „Asperges me“ betreffend, was bei den Hochämtern ohne geistliche Assistenz, den Wochentagsmessen und den nichtpfarrlichen Sonntagsmessen auszulassen ist.
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Sakristei

VORBEREITUNG DER HEILIGEN MESSE
Der MC (das ist auch jener Ministrant, welcher mit den Funktionen des MC betraut ist) muss mindestens eine ½ Stunde vor der Messe in der Sakristei sein. Als erstes zieht er sich um. Dann legt er im MR die Bänder auf die entsprechenden Seiten ein (Tag, Präfation und Kommemorationen). An den Hochfesten muss er die Teile des Proprium kennen, welche von der Schola gesungen werden, damit er dem Zelebranten (Z) Zeichen zum Hinsetzen oder zum Aufstehen zur Evangeliumprozession geben kann. Schließlich gibt er jedem der Ministranten eine Funktion und vergewissert sich, dass diese korrekt gekleidet sind.
BETREUUNG DES ZELEBRANTEN UND HILFE BEIM ANKLEIDEN
Das Ankleiden von Z ist die erste liturgische Funktion von MC.
1.Z legt das Humerale an, Symbol des Schutzes und Verteidigung gegen den Dämon;
2.MC hält sich an der Rechten des Z. Er reicht Z die Albe - Symbol der für die Feier der heiligen Mysterien erforderlichen Reinheit - derart, damit dieser sich nicht bücken muss;
3.das Zingulum, Zeichen der Keuschheit, wird von hinten in Höhe der Flanke gegeben, die Kordel rechts;
4.das Manipel, Zeichen des Leidens, der Arbeit und der guten Werke, wird vom MC dem Z ausnahmsweise von links gereicht. Dieser küsst es beim Kreuz, bevor er es unter den vorgeschriebenen Gebeten am linken Unterarm anzieht. ;
5.die Stola küsst Z und kreuzt sie an der Brust, Zeichen der Freude und des Gehorsams.
6.Schließlich gibt MC Z entweder den Vespermantel, Zeichen des Gewichtes der Sünden oder die Kassel, Zeichen der Nächstenliebe.
MC stellt die Ministranten auf wie folgt:
OHNE ASPERGES
1. TH Thurifer
2. ACO2 Acolyth 2 (- CrF Kreuzträger) - ACO1 Acolyth 1
(3. CERO Kerzenträger paarweise)
4. Klerus paarweise
5. MC Zeremonienmeister
6. Z Zelebrant
MIT ASPERGES
1. TH Thurifer
2. ACO2 Acolyth 2 (- CrF Kreuzträger) - ACO1 Acolyth 1
(3. CERO Kerzenträger paarweise)
4. Klerus paarweise
5. Z und MC (hält ihm den Vespermantel)
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Einzug - Asperges

ANKUNFT
TH beugt das Knie, geht nach rechts ab und stellt sich vor die Kredenz. ACOs verbeugen sich (mit dem CrF und, während dieser mit dem Kreuz zur Evangelienseite schreitet,) gehen die ACOs zur Kredenz und stellen ihre Kerzen auf der Kredenz ab. Sie bleiben dort mit dem TH rechts seitlich von ihnen stehen Die Kerzenträger beugen paarweise die Knie und folgen dem CrF auf die Evangelienseite. MC stellt sich an die rechte Seite von Z. Er macht einen Einfachklick und beugt mit dem Z das Knie, danach ein Doppelklick. Alle knien nieder.
ASPERGES
Nach dem Anstimmen des Asperges durch Z, nimmt MC das Aspergil(, küsst dieses und die Hand des Z) und reicht es ihm. Danach, während Z den Altar mit Weihwasser besprengt, Einfachklick Z und MC erheben sich, MC hält in der rechten Hand den Weihwasserkessel und stellt sich nach der rückwärtigen Drehung an die rechte Seite von Z. Er hält mit der linken Hand den Vespermantel. Z beginnt mit der Austeilung des Weihwassers bei den Gläubigen auf der Evangelienseite. Beim Gloria Patri Drehung zum Altar, Verneigung. Wenn sie am Ende des Kirchenschiffes angelangt sind, Wendung und Kniebeuge Richtung Hochaltar. Nach der Rückkehr zum Altar Besprengung der Schola. MC nimmt das Aspergil, (Handkuss und Kuss des Aspergils), legt es in den Weihwasserkessel, Einfachklick, Kniebeuge Z und MC, Z bleibt stehen, MC kniet nieder, Abstellen des Weihwasserkessels. MC reicht Z den Karton mit den Orationen. Beim „Per omnia“ erhebt sich MC, nimmt den Karton, Einfachklick, Kniebeuge von Z, Kessel nehmen, Doppelklick, alle stehen auf, MC begleitet Z zur Sessio. Dort gibt er Karton und Kessel an ACO2 ab, den Vespermantel an ACO1. Beide ACOs gehen mit Vespermantel und Weihwasserkessel in der Sakristei, legen diese dort ab und kehren sofort über den gleichen Weg mit Kniebeuge in plano vor dem Altar an ihren Platz vor die Kredenz zurück. MC hilft Z sich umzuziehen und begleitet ihn an den Fuß des Altares, Einfachklick, Kniebeuge, Doppelklick: Alle knien in plano nieder.
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Stufengebet - Introitus - Kyrie - Gloria

CONFITEOR

MC betet alternierend mit Z im Namen aller Ministranten das Staffelgebet und macht mit Z die Verneigungen und Kreuzzeichen mit. Er schlägt sich beim Confiteor an die Brust und hilft Z durch Heben der Albe mit seiner äußeren Hand die Altarstufen hinaufzugehen.
INZENS
Wenn Z auf der obersten Altarstufe ist, Doppelklick, alle erheben sich. Zeichen an den TH, an seine Rechte zu kommen. Tiefe Verbeugung und gemeinsames Hinaufgehen.
MC nimmt das Schiffchen in die linke Hand, öffnet dieses, indem er sagt „Benedicite Pater reverende“.
Er nimmt mit rechts den Löffel(, Kuss des Löffels und Handkuss des Z).
MC gibt Z den Löffel.
Z legt dreimal (3x!!!) Inzens in den Weihrauchkessel ein(, Handkuss und Kuss sowie Rücknahme des Löffels).
MC nimmt den Kessel mit der linken Hand, gibt das Schiffchen zurück mit der rechten, wechselt die Kesselketten auf die rechte Hand(, Kuss der Ketten, Handkuss rechts), und gibt die Ketten in die linke Hand von Z.
Kniebeuge in der Altarmitte.
Währenddessen geht TH rechts hinunter zur Kredenz, stellt dort das Schiffchen ab und geht zur Altarmitte, Kniebeuge in plano, hinauf an die Linke von Z.
MC und TH helfen Z bei allen Kniebeugen durch Halten des rechten bzw. linken Unterarms.
Z inzensiert das Kreuz,
(ACO1 nimmt auf der Epistelseite das MR),
Kniebeuge,
(Inzens der Reliquien,
Kniebeuge, )
rechter Mensainzens Richtung Seite und Mensaseite,
rechte Mensa Richtung Kreuz ,
Kniebeuge,
linker Mensainzens Richtung Seite und Mensaseite
(ACO1 stellt auf der Epistelseite das MR zurück),
linke Mensa Richtung Kreuz,
linke Mensafront,
Kniebeuge,
rechte Mensafront.
MC nimmt den Weihrauchkessel (mit den liturgischen Küssen Hand von Z, Kesselkette), steigt hinab, während TH sich rechts von MC dazustellt, tiefe Verneigung, 3 maliger Doppelinzens von Z, neuerliche Verneigung, MC gibt Kessel an TH zurück. Letzter stellt sich auf seinen Platz vor die Kredenz.
INTROITUS - KYRIE - GLORIA
Währenddessen geht MC eine Stufe höher und zeigt Z den Introitus. Beim Gloria Patri gemeinsame Verneigung, dann geht MC auf seinen Platz rechts in plano vor dem Offertoriumkanon.
MC betet mit Z alternierend das Kyrie. Wenn die Schola das Kyrie singt und noch nicht das letzte Christe eleison angestimmt hat, kann MC Z anweisen, sich zu setzen. Sie kehren am Beginn des letzten Kyrie zum Altar zurück.
Kniebeuge altarmittig in plano
Z stimmt in der Altarmitte auf der obersten Stufe das Gloria an und betet dieses leise für sich ausgenommen in den Messen ohne Gloria. MC verbleibt in plano vor dem Offertoriumkanon.
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Oratio - Epistel - Evangelium - Predigt - Credo

ORATIO - EPISTEL

Beim „Dominus vobiscum“ geht MC seitlich auf die vorletzte Stufe, verneigt sich beim Oremus und zeigt Z das Tagesgebet. Es folgt die Epistel. Wird das Graduale und Alleluja vom Chor gesungen, liest Z dieselben für sich.
GRADUALE/ALLELUJA/TRAKTUS
Wenn die Schola das Graduale und Alleluja singt, gibt MC Z ein Zeichen, sich zu setzen. Altarmitte in plano Kniebeuge, MC begleitet Z zur Sessio. Sie kehren so zeitlich zurück zum Altar, dass sie gemeinsam bei der Wiederholung des Alleluja das Knie beugen.
Wenn die Schola das Proprium nicht singt, gibt MC nach dem Graduale TH und den ACOs ein Zeichen, dass sie zur Kredenz gehen und ihre Kerzen holen und sich vor der Kredenz aufstellen.
Es folg das Einlegen des Inzenses.
TH stellt sich rechts von MC auf und steigt nach gemeinsamer tiefer Verneigung zu Z hinauf.
MC nimmt das Schiffchen in die linke Hand, öffnet dieses, indem er „Benedicite Pater reverende“ sagt.
MC nimmt mit rechts den Löffel.
MC gibt Z den Löffel.
Z legt dreimal (3x!!!) Inzens in den Weihrauchkessel ein sowie Rücknahme des Löffels durch MC.
MC gibt das Schiffchens an TH zurück.
TH geht seitlich hinunter, stellt das Schiffchen auf der Kredenz ab.
TH geht vor den ACOs in plano zur Altarmitte und stellt sich dort linksseitig auf, hinter ihm in 2. Reihe die ACOs.
MC nimmt das MR, geht direkt hinunter, rechts vom TH, alle 4 gemeinsame Kniebeuge (alle 4 im Karree von links TH MC, dahinter ACO2 und ACO1).
Während MC direkt nach links hinaufgeht, geht TH den ACOs nach links seitlich vor. ACO2 überholt TH von hinten, sodass alle 3 seitlich stehen (ACO1 - TH - ACO2). Währenddessen betet Z in der Altarmitte das Munda Cor.
EVANGELIUM
MC bleibt links von Z stehen, antwortet allein und beim Kreuzzeichen „Sequentia sancti evangelii....“ nimmt er den Weihrauchkessel vom TH, gibt die Ketten in die linke Hand von Z, verbeugt sich mit Z vor und nach dem Inzens. Nach dem Inzens Rücknahme und Rückgabe an den TH. Dieser kehrt an seinen Platz zwischen den ACOs zurück. MC bleibt links von Z.
Am Ende des Evangeliums antwortet MC allein und, während die ACOs sich sofort zurückziehen um die Kerzen auf der Kredenz abzustellen, treffen MC und TH zusammen, Verneigung, dreimaliger Doppelinzens des Z, Weihrauchkessel retour an TH, welcher nach KB mittig in plano in die Sakristei zurückgeht.
Lesungen und Predigt in der Volkssprache
Z legt Manipel ab und geht an den Ambo oder auf die Kanzel. Nach der Predigt gehen Z und MC zur Altarmitte und legt Z das Manipel wieder an.
CREDO
Das Credo wird nur am Sonntag, den Apostelfesten und Hochfesten gesprochen.
MC hilft Z zum Altar hochzusteigen, dann geht MC an seinen Platz (vis-à-vis vom Offertoriumkanon). Z stimmt im Hochamt das Credo an. MC verneigt sich mit ihm, und beim "Et incarnatus est" beugt er zeitgleich mit Z das Knie. Wenn Z das Credo gebetet hat, steigt er zur Altarmitte hinab und wartet dort mit MC an seiner rechten, bis die Schola das Incarnatus singt. Doppelklick von MC, alle beugen die Knie. Danach Doppelklick, Erheben. Zur Sessio.
Bei „Et exspécto resurrectiónem mortuórum. Et vitam ventúri s?culi. Amen“ gibt M Z ein Zeichen zum Erheben und gehen in plano zur Altarmitte, dort KB. Z steigt zum Altar hinauf, MC geht an seinen Platz rechts. TH kommt gemessenen Schrittes von der Sakristei und stellt sich nach KB an seinen Platz vor die Kredenz.
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Offertorium - Sanktus - Kanon

OFFERTORIUM

Die ACOs holen ihre Kännchen (ACO1 Wein, ACO2 Wasser). Sie verbeugen sich und steigen bis auf die vorletzte Stufe hinauf (ACO2 links von ACO1), wenn Z mit dem Kelch zur Epistelseite schreitet. ACO1 gibt zuerst seines, dann ACO2. Wenn Z das Wasserkännchen zurückgegeben hat, verbeugen sich die ACOs, drehen sich zu einander, gehen die Stufen hinab und stellen die Kännchen auf der Kredenz ab.
INZENS
MC geht zu TH, sie verbeugen sich tief, steigen seitlich hinauf. MC nimmt das Schiffchen in die linke Hand, öffnet dieses, indem er sagt „Benedicite Pater reverende“, nimmt mit rechts den Löffel. MC gibt Z den Löffel. Dieser legt dreimal (3x!!!) Inzens in den Weihrauchkessel ein Rücknahme des Löffels. MC nimmt den Kessel mit links, gibt das Schiffchen zurück mit rechts, Kesselketten mit rechter Hand und gibt die Ketten in die linke Hand von Z. Kniebeuge in der Altarmitte. Währenddessen geht TH rechts hinunter zur Kredenz, stellt dort das Schiffchen ab und geht mit ACO1 links von ihm zur Altarmitte, Kniebeuge in plano, hinauf an die Linke von Z. ACO1 geht zur seitlichen Evangelienseite und wartet dort.
MC und TH helfen Z bei allen Kniebeugen durch Halten des rechten bzw. linken Unterarms.
Z inzensiert das Kreuz,
Kniebeuge,
ACO1 nimmt auf der Evangelienseite das MR,
rechter Mensainzens Richtung Seite und Mensaseite,
rechte Mensa Richtung Kreuz,
Kniebeuge Altarmitte,
linker Mensainzens Richtung Seite und Mensaseite,
linke Mensa Richtung Kreuz,
linke Mensafront,
Kniebeuge
(ACO1 stellt auf der Evangelienseite das MR zurück und kehrt mit Kniebeuge Altarmitte an die Seite von ACO2 zurück),
rechte Mensafront.
MC nimmt den Weihrauchkessel, steigt hinab, während TH sich rechts von MC dazustellt, tiefe Verneigung, 3 maliger Doppelinzens von Z, neuerliche Verneigung, MC gibt Kessel an TH zurück.
Sofort danach steigen die ACOs zum Lavabo hinauf und kehren an die Kredenz zurück
Währenddessen folgt TH dem MC zur Altarmitte, beugt hinter ihm das Knie, (Inzens des Klerus), MC steigt mittig zur Evangelienseite hinauf, Inzens von MC (1x1), dann Inzens der an die Kredenz zurückgekehrten ACOs (1x1 jeder) sowie des Volkes
TH retour in die Sakristei.
MC bleibt an seinem Platz links von Z und muss den gesamten Ablauf überwachen. MC antwortet auf Orate fratres und weist auf die Sekreta und schließlich auf die Präfation hin.
SANKTUS
Beim Sanktus kehrt TH zum Altar zurück. TH beugt das Knie und geht zur Kredenz.
Nachdem ACO1 inzensiert worden war, hat er die Altarglocke von der Kredenz genommen und von ACO2 begleitet ging er zum Altar. Dann knien sie sich nach der Kniebeuge altarmittig an ihre Plätze vor den Kanontafeln auf die erste Stufe. ACO1 läutet 3x1 zum Sanktus des Z.
KANON
Die wichtigste Regel: So diskret wie möglich.
MC antwortet während des Kanons nie, weder zum Sanktus noch zum Agnus Dei oder Pater noster, kein Kreuzzeichen, keine Verneigung. Im Gegensatz dazu macht er aber die Kniebeugen von Z mit, stützt ihn dabei mit der rechten Hand. Mit der Linken blättert er die Seiten um. Jedes Mal, wenn Z den Kelch abdeckt, beugt er das Knie, und ebenso beim Zudecken. Desgleichen bei allen Aktionen mit der konsekrierten Hostie.
Te igitur - Memento
Z verbeugt sich tief, küsst den Altar und, wie überhaupt während des ganzen Kanons, macht er in Stille 3 Kreuze über der Hostie und dem Kelch. Dann betet er für die Ecclesia militans, den Papst und Bischof, die Lebenden. MC geht auf die Seite der Evangelienseite während Z die Hände faltet, und kniet sich dort leicht gebeugt nieder. Wenn Z die Hände wieder öffnet, kehrt MC auf seinen Platz zurück. Dann gibt er ACO1 ein Kopfnicken als Zeichen, mit TH den Weihrauchkessel herzurichten.
Communicantes
Dann betet Z für die triumphierende Kirche - Communicantes. Schließlich hält Z die Hände über Kelch und Hostie, wie es ehedem der Hohe Priester über dem Opfer, welches man darbrachte zur Tilgung der Sünden, d.i. das Hanc igitur (ACO1 läutet einmal, wenn nötig gibt ihm MC ein Zeichen): schließlich faltet Z die Hände und macht neuerlich ein Kreuzzeichen über Brot und Wein bittend, dass sie Leib und Blut Christi werden.
Konsekration
MC zieht sich in dem Moment zurück, wenn die Konsekration auf den beiden Seiten erscheinen. MC beugt das Knie auf der obersten Stufe und kniet sich rechts von Z hin.
Bei jeder Kniebeuge von Z, verbeugt sich MC tief, ACO1 läutet 1x, TH bereitet den Inzens vor. Bei jeder Elevation hebt MC leicht die Kassel, ACO1 läutet 3x, TH inzensiert 3x2fach.
Unde et memores
Wenn Z sich von der letzten Kniebeuge erhebt, geht MC hinauf und zeigt das Unde et memores an. Z macht 5 Kreuzzeichen über Hostie und Kelch, Symbol der fünf Wunden Christi. Dann beugt sich Z tief beim Supplices. Es erinnert, dass die makellose Hostie auf dem Altar unserer Kirchen das makellose Lamm ist, welches im Himmel auf dem Goldenen Altar vor dem Throne Gottes liegt.
Memento der Toten
Nach dem Kreuzzeichen über Leib und Blut betet Z für die Verstorbenen. Nun schlägt Z sich an die Brust und fügt das Gedächtnis der leidenden Kirche jenem der triumphierenden und kämpfenden hinzu. Z segnet wie früher bei der Agape der ersten Christen die Gaben gesegnet worden sind. Dieses Gebet wurde durch den Hl. Leo im 5.Jh hinzugefügt.
Kleine Elevation oder Doxologia major
Z beendet damit den Kanon. Er nimmt die Hostie und den Kelch und hebt sie gegen den Himmel. Das ist die Zusammenfassung der verschiedenen Opfergebete des Kanons.
Beim Omnis honor gibt MC an ACO1 das Zeichen für 1x Läuten.
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Pater - Pax - Agnus - Kommunion

PATER NOSTER

Nach der Kniebeuge singt Z das Praeceptis. Dann mit weit geöffneten Armen die Augen auf der Hostie und dem Kelch spricht er das Pater noster. Er fährt mit dem Libera sofort weiter. Nun folgt die Brechung der Hostie. Christus hat durch das Kreuz und sein Blut allem den Frieden gebracht. Z bricht die Hostie in drei ungleich große Teile, macht mit dem kleinsten das Kreuzzeichen über dem Kelch und wünscht uns den Frieden. Danach folgt das Agnus von Z allein gebetet.
MC und TH schließen nun das Speisgitter.
KOMMUNION
Nach einigen Gebeten, an deren Ende Perceptio Corporis, beugt Z das Knie und während MC sich auf der Evangelienseite niederkniet gegenüber von TH, betet Z das Domine non sum dignus. ACO1 läutet 6x (1, 2, 3), gibt die Altarglocke TH. Dieser stellt sie auf die Kredenz zurück und nimmt die Patene mit.
Auf das Zeichen von MC erheben sich alle und stellen sich in Altarfront von links nach rechts wie folgt auf: MC, ACO2, ACO1, TH. Beim ersten Klick beugen alle die Knie, beim Doppelklick knien sie auf der vorletzten Stufe nieder.
Wenn der Priester das Heiligste Blut genossen hat, beginnen alle Ministranten das Confiteor zu beten.
Obschon dieses im MR 1962 gegenüber allen vorherigen Editiones typicae nicht mehr aufscheint, ist es trotzdem auch heute noch in vielen Indultmessen üblich.
Z holt währenddessen den Speisekelch aus dem Tabernakel. Das Schuldbekenntnis beschließt er mit Misereatur und Indulgentiam.
Domine non sum dignus 3x
Bei der Kommunion lässt TH die Patene von rechts nach links gehen. Beim ersten Klick erheben sich alle.
MC begleitet Z zum Kommuniongitter, ebenso ACO1 und wenn notwendig ACO2 den oder die übrigen die Hl. Kommunion austeilenden Priester. Werden sie nicht benötigt, knien sie sich auf der ersten Stufe seitlich nieder.
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Ablution - Communio - Postcommunio

ABLUTION
Nach der Kommunion kehren alle an ihre Plätze zurück. Dort bleiben sie Seite an Seite. Wenn der Tabernakel geschlossen ist, erheben sich alle ohne Ausnahme.
Zuerst steigt nur ACO1 mit Wein hinauf und schüttet ein wenig Wein in den leicht geneigten Kelch. Schließlich schütten beide über die geschlossenen 1. und 2. Finger beider Hände Wein und Wasser in den Kelch. Drehung zueinander und Abgang, Abstellen an der Kredenz.
Beide gehen von dort sofort zur Altarmitte (ACO2 immer links von ACO1),
Kniebeuge,
ACO1 geht direkt nach links zum Buch hinauf,
ACO2 folgt ihm kreuzend nach rechts zum Velum,
Verneigung zueinander,
ACO1 geht direkt hinunter
ACO2 ebenfalls kreuzend
Kniebeuge
ACO1 trägt Buch nach rechts hinauf und stellt es rechts aussen ab.
ACO 2 nach links das Velum hinauf
ACO2 nimmt die Bursa, spannt sie auf, damit Z das Korporale hineingeben kann und legt diese hin
ACO2 spannt das Velum
Z nimmt Velum und verhüllt Kelch
ACO2 reicht Bursa mit Öffnung zum Altarkreuz an Z
Z nimmt diese und legt sie auf den verhüllten Kelch.
Verneigung zueinander
Abgang seitlich
Kniebeuge altarmittig
Abgang zur Sessio
Während der Ablution öffnen MC und TH das Speisgitter und kehren an ihre Plätze zurück.
COMMUNIO UND POSTCOMMUNIO
Nachdem das MR auf der Epistelseite abgestellt worden ist, steigt MC hinauf, um die richtigen Seiten aufzuschlagen und um Z die Communio zu zeigen. Danach geht Z zur Altarmitte, küsst den Altar und zum Volk gewandt „Dominus vobiscum“. Z geht zum MR, MC und Z verneigen sich zum Altarkreuz. Z sagt Oremus, dann weist MC auf die Postkommunio. Nun schließt MC das MR mit Buchrücken nach rechts und geht auf seinen Platz in plano.
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Ite missa - Segen - Letztes Evangelium - Auszug

ITE MISSA - SEGEN
Z geht zur Altarmitte, küsst den Altar. Dominus vobiscum. Volk antwortet Et cum spiritu sancto. MC allein antwortet mit Deo gratias. Es folgt die Sendung.
SEGEN
Z verneigt sich tief und betet das Placeat tibi. Dann küsst er den Altar. Hier Doppelklick, alle Ministranten knien nieder. Nach dem Segen alle Amen.
LETZTES EVANGELIUM
Z geht zur Evangelienseite und liest den Prolog aus dem Johannesevangelium. Bei Et Verbum, Doppelklick, alle beugen das Knie, dann Zeichen an TH mit der Prozession zu beginnen. Dort Wendung zurück zum Altar und Stehen.
AUSZUG
Aufstellung zum Auszug vom Altar zum Speisgitter in Reihen
1. Z Zelebrant - MC Zeremonienmeister
2. ACO2 Acolyth 2- ACO1 Acolyth 1
3. TH Thurifer
Normalerweise am Beginn der dritten Strophe des Auszugliedes, Doppelklick, Kniebeuge für TH, Kerzenträger und Klerus, Verneigung für CrF und ACOs. Wendung und würdevolles Schreiten in die Sakristei. Zwischen den Paaren sollte eine 2-Schritt-Distanz bestehen.
SAKRISTEI
Auf MC-Zeichen Verneigung zum Kreuz, dann Bitte um Segen, alle knien.
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