Ordensgemeinschaften, Kongregationen und Säkularinstitute

Seit der ersten urkundlichen Nennung des Namens unserer Stadt gibt es starke Beziehungen

zwischen der religiösen und kulturellen Gestalt von Graz und den geistlichen Orden:

Die Zisterzienser von Rein, der Deutsche Ritterorden sowie Frauen und Männer, die von der Spiritualität der heiligen Elisabeth, des heiligen Franziskus, Dominikus, Johannes von Gott oder Ignatius von Loyola geprägt waren, haben seit Jahrhunderten hier gewirkt.

Die josephinische Reform hat auch in Graz das Ende vieler Klöster gebracht. Aber neue Gemeinschaften geistlichen Lebens sind entstanden. Viele Leistungen im Sozialen, in der Bildung und in der Seelsorge sind auch heute auf das Engagement von katholischen Ordensgemeinschaften angewiesen: in Spitälern und Pflegeheimen, in Schulen, Pfarren und in der geistlichen Begleitung. Aber nicht nur das: Seit jeher sind manche Klöster - z.B. der Karmel - , ohne solche messbaren Leistungen zu erbringen oder ohne etwas zu produzieren, ein prophetisches Zeichen für die Nähe Gottes, dem wir in der Stille, im Hören und Beten begegnen dürfen - ein wichtiges Korrektiv in unserer umtriebigen und profitorientierten Gesellschaft.

Die katholische Stadtkirche von Graz möchte mit diesen Internetseiten auf die kostbare Präsenz der Ordensfrauen und Ordensmänner in unserer Stadt aufmerksam machen, deren Dienste wir so selbstverständlich konsumieren und deren wir meist erst innewerden, wenn sie nicht mehr erbracht werden können. Wir hoffen auf das Potential zur Erneuerung der Kirche, das immer wieder von solchen Gemeinschaften ausgegangen ist, auch für die Zukunft.

Prälat Dr. Heinrich Schnuderl
Bischofsvikar und Stadtpfarrpropst

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